
Kleine Gewandspange mit Goldscheibe
Fibeln, also metallene Spangen nach Art einer Sicherheitsnadel, dienten gewöhnlich als Kleidungsverschlüsse. Große Exemplare sicherten wohl schwere Wollmäntel, grazile Fibeln hingegen leichtere Kleidungsstücke.

Fibeln, also metallene Spangen nach Art einer Sicherheitsnadel, dienten gewöhnlich als Kleidungsverschlüsse. Große Exemplare sicherten wohl schwere Wollmäntel, grazile Fibeln hingegen leichtere Kleidungsstücke.

War der Keltenfürst vom Glauberg ein Jäger? Einige Beigaben in seinem Grab lassen diesen Schluss zu. Am sichersten erscheint dabei die Deponierung von drei Pfeilen.

Schwerter zählten in der Eisenzeit zu den repräsentativsten Waffen. Besonders wenn sie, wie im Fall der Waffe aus Grab 2 vom Glauberg, in reich verzierten Metallscheiden steckten.

Bei der Auffindung des Toten in Grab 1 vom Glauberg entdeckten die Ausgräber in seinem Kopfbereich zwei kleine Ringe aus Golddraht. Mit Durchmessern unter 8 Millimetern und einer maximalen Drahtstärke von 1,45 Millimetern erscheint ihre Verwendung als Ohrringe fraglich.

Der Kamm weist eine beidseitige Zähnung auf mit unterschiedlicher Dichte der Zacken. Auf der rechten Seite zeigt er ein einfaches Punktmuster. Er wurde aus Buchsbaum geschnitzt, der in römischer Zeit in den Nordwestprovinzen nicht heimisch war.

Mitunter fällt es schwer, allein über die eiserne Bewehrung auf die Nutzung eines Projektils zu schließen. So wie im Fall einer 16,6 Zentimeter langen Spitze aus Grab 2 vom Glauberg.

Das kleine Schwert aus Eichenholz, das in einem Brunnen im Dorf vor den Toren der Saalburg gefunden wurde, ähnelt in seiner Form einem Gladius. Die einfache Schnitzarbeit wird vielleicht in der Hand eines Kindes beim Spiel eingesetzt worden sein.

Die Zahnzange besitzt lange gerade Griffe, die in einem Kugelknauf enden. Wahrscheinlich waren die Griffe mit Leder oder Tuch umwickelt, um eine sichere Handhabung zu gewährleisten.

Der kleine Stempel gehört zur Gruppe der Augensalben- oder Kollyrienstempel, die ausschließlich in den nordwestlichen Provinzen des Römischen Reiches verbreitet waren. Die Medikamente wurden zu kleinen, langovalen Laibchen geformt, gestempelt und anschließend getrocknet. Zur Anwendung wurden sie dann wieder in Wasser oder auch Eiweiß zur Salbe angerührt.

Das kleine Kästchen ist in fünf Innenfächer unterteilt, die mit Deckelchen verschlossen waren, von denen nur noch zwei erhalten sind. Umlaufende Linien schmückten den Deckel, der Rand war fein gekerbt, ein beweglicher Henkel auf der Oberseite befestigt. Der Schiebedeckel, der das ganze Kästchen schließen sollte, hatte sich bei der Ausgrabung nicht mehr gefunden.