
Luxuswagen in der keltischen Welt
Während die meisten Menschen der keltischen Welt sicherlich zu Fuß unterwegs waren, waren Pferdewagen den Angehörigen der Oberschicht vorbehalten.

Während die meisten Menschen der keltischen Welt sicherlich zu Fuß unterwegs waren, waren Pferdewagen den Angehörigen der Oberschicht vorbehalten.

Die sogenannten keltischen Fürstensitze der frühen Eisenzeit, darunter auch der Glauberg, standen lange Zeit im Fokus der Siedlungsforschung. Ihre Bedeutung als Macht-, Handels-, Handwerks- und Kultzentren gleichermaßen schien eindeutig.

Die Untersuchung von vorgeschichtlichen Wegen ist eine der interessantesten und zugleich anspruchsvollsten Aufgaben archäologischer Forschung.

Zu den aus Gold gefertigten Beigaben, die die herausragende Stellung des Toten aus Grab 1 vom Glauberg besonders unterstreichen, zählt ein Fingerring. Mit einem Innendurchmesser von 1,8 Zentimetern entspricht er etwa der heutigen Ringgröße 57.

Fibeln, also metallene Spangen nach Art einer Sicherheitsnadel, dienten gewöhnlich als Kleidungsverschlüsse. Große Exemplare sicherten wohl schwere Wollmäntel, grazile Fibeln hingegen leichtere Kleidungsstücke.

War der Keltenfürst vom Glauberg ein Jäger? Einige Beigaben in seinem Grab lassen diesen Schluss zu. Am sichersten erscheint dabei die Deponierung von drei Pfeilen.

Schwerter zählten in der Eisenzeit zu den repräsentativsten Waffen. Besonders wenn sie, wie im Fall der Waffe aus Grab 2 vom Glauberg, in reich verzierten Metallscheiden steckten.

Bei der Auffindung des Toten in Grab 1 vom Glauberg entdeckten die Ausgräber in seinem Kopfbereich zwei kleine Ringe aus Golddraht. Mit Durchmessern unter 8 Millimetern und einer maximalen Drahtstärke von 1,45 Millimetern erscheint ihre Verwendung als Ohrringe fraglich.

Mitunter fällt es schwer, allein über die eiserne Bewehrung auf die Nutzung eines Projektils zu schließen. So wie im Fall einer 16,6 Zentimeter langen Spitze aus Grab 2 vom Glauberg.

Vom Schmieden und Schleifen der Klinge bis zur Anfertigung des Stieles und dem Schäften der Klinge zeigt der folgende Erkärfilm in aller Kürze den gesamten Prozess der Herstellung.