
Statuette einer sitzenden Fortuna
Die Göttin Fortuna sitzt auf einem breiten Thron. Im lang auf die Schultern herabfallendem Haar trägt sie eine Strahlenkrone. Sie hält im linken Arm das Füllhorn und in der rechten Hand einen Apfel.

Die Göttin Fortuna sitzt auf einem breiten Thron. Im lang auf die Schultern herabfallendem Haar trägt sie eine Strahlenkrone. Sie hält im linken Arm das Füllhorn und in der rechten Hand einen Apfel.

Mit einfachen plastischen Mitteln hat es der Bildhauer verstanden, den charakteristischen Körperbau und die Bewegung einer Taube wiederzugeben. Der Vogel scheint gerade am Boden zu laufen und schaut aufmerksam mit leicht geneigtem Kopf zur Seite.

Der Widder ist mit kurz gelocktem Fell und kleinen, eng am Kopf anliegenden Hörnern wiedergegeben. Wie die Ansatzspuren am Stein auf der Rückseite zeigen, gehörte er wohl zu einem größeren Relief.
Zweifelsohne ist die fast vollständig erhaltene Statue des „Keltenfürsten vom Glauberg“ unser prominentestes Ausstellungsstück. Aber wo wurde sie genau gefunden? Wo hat sie gestanden? Wen stellt sie dar?

Der Gott Mithras, gekleidet mit einem gegürteten Untergewand und einer phrygischen Mütze, trägt auf seinem Rücken einen Stier davon. Er hat das lebende Tier, dessen Kopf fast bis auf die Erde reicht, an den Hinterläufen gepackt. Im Hintergrund zeichnet sich ein Baum ab.

Der muskulöse Stier hat seinen Schwanz mit der kleinen Quaste auf die rechte Seite des Rückens geschlagen. Der Stein unter dem Bauch wurde vom Bildhauer vermutlich für mehr Stabilität nicht entfernt.

Der hohl gegossene rechte Daumen einer überlebensgroßen Bronzestatue wurde in den Principia vor dem Fahnenheiligtum zusammen mit anderen Fragmenten gefunden. Der massive Zeigefinger dagegen stammt aus der Aufschüttung des Walls hinter der Wehrmauer. Beide Fragmente gehören zu Bronzestatuen aus dem frühen 3. Jahrhundert n. Chr., die römische Kaiser im Feldherrenornat mit Brustpanzer darstellten.

Der Flussgott Acheloos erscheint in der antiken Mythologie als Mischwesen aus Mann und Stier. Die Bronzeapplik zeigt ihn als Maske mit einem dichten Fell über der Stirn und kleinen Stierohren und -hörnern. Aus dem Fell wächst der Kelch einer Arkanthuspflanze.

Der offene Halsreif ist ein Zufallsfund, der zusammen mit fünf Armringen beim Sandabbau im Sieb hängen geblieben ist. Der zuständige Revierförster hat die Funde 1956 im Historischen Museum in Hanau abgegeben.

Das Silberblech zeigt das zentrale Ereignis aus der Kultlegende des Gottes Mithras: Im Hintergrund eines Tempelchens deutet ein Bogen die Grotte an, in der Mithras den Stier tötet, umgeben von sieben Sternen.