
Fischbecher
Die farblose, glasklare Randscherbe stammt von einem steilwandigen Glasbecher mit rundlich verdickter Lippe. Knapp unterhalb des Randes ist mit schwungvollen Linien das Bild eines nach rechts schwimmenden Fisches eingraviert.

Die farblose, glasklare Randscherbe stammt von einem steilwandigen Glasbecher mit rundlich verdickter Lippe. Knapp unterhalb des Randes ist mit schwungvollen Linien das Bild eines nach rechts schwimmenden Fisches eingraviert.

Das birnenförmige Gefäß besitzt eine Ausgusstülle in Form eines schräg nach oben ragenden Phallus, darunter sind zwei kleine, halbkugelige Testikel angebracht. Auf der gegenüberliegenden Seite befand sich ein Gesicht, das nur teilweise erhalten ist. Zu beiden Seiten waren stabile Henkel angebracht.

Das große Vorratsgefäß trug auf zwei gegenüberliegenden Seiten jeweils ein Gesicht. Augen, Mund, Nase, Ohren und Augenbrauen waren aus dünnen Tonwulsten aufgesetzt. Kleine Einstiche und Ritzungen deuten Wimpern, Barthaare und Augenbrauen an. Zwischen beiden Gesichtern waren – ebenfalls plastisch aufgesetzt – zwei Phalli angebracht.

Diese sehr feine und dünnwandige Schwarzfirniskeramik wurde im 3. und 4. Jahrhundert ausschließlich in Trierer Töpfereinen hergestellt und in die gallischen und germanischen Provinzen geliefert. Charakteristisch für die Keramikgattung ist ein metallisch glänzender Überzug und in Barbotine-Technik aufgebrachte, meist weißen Dekore und Inschriften.

Die glänzend rot überzogene Schüssel wurde in Rheinzabern hergestellt. Sie stammt aus der Produktion des Töpfers Julis II. Eine Besonderheit ist der in Barbotine-Technik freihändig aufgetragene angekettete Hund auf dem breiten Schüsselrand.

Becher der Form Dragendorff 30. Im Zentrum des Scherbens steht eine nach rechts gedrehte weibliche Gewandfigur, darüber sind Reste eines nach links blickenden bärtigen Kopfes zu erkennen.

Schüssel der Form Dragendorff 37 mit dem Töpferstempel LVTIIVOSF, zu lesen als LUTEVOS FECIT, also „Lutevos hat es (das Gefäß) hergestellt“.

Terra-Sigillata-Gefäß der Form Dragendorff 37 nach Art des Satto aus der Sigillata-Töpferei von Blickweiler (Saarpfalz-Kreis). Zu sehen ist links neben einem mit Weinranken umwundenen Baum ein sitzender Mann, der in phrygischer Tracht gekleidet ist. Rechts daneben läuft Mars mit einer Lanze in der Hand und einem Tropaion (temporäres Denkmal einer Schlacht aus Rüstungs- und Waffenteilen) auf der linken Schulter.

Die Lampe zeigt das typische Gesicht eines Silens mit zotteligem Bart und eingedrückter Nase. Der Silen bezeichnet einen alternden Satyrn, der in der antiken Mythologie als naturverbundenes Mischwesen aus Mensch und Pferd oder Ziege überliefert ist.

Schon immer war der Glauberg und sein direktes Umfeld ein beliebter Siedlungsplatz. Bereits aus der Zeit der ersten jungsteinzeitlichen Bauern, der Bandkeramischen Kultur (ca. 5500 – 4900 v. Chr.), ist eine Siedlung am Fuße des Glaubergs belegt.